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Definitionen
Stellvertretend für viele andere Definitionen wird im Folgenden jene des Fachverbandes Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V., angeführt:
Selbsthilfegruppe
- Selbsthilfegruppen sind freiwillige, meist lose Zusammenschlüsse von Menschen, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten, psychischen oder sozialen Problemen richten, von denen sie – entweder selber oder als Angehörige – betroffen sind.
- Sie wollen mit ihrer Arbeit keinen Gewinn erwirtschaften. Ihr Ziel ist eine Veränderung ihrer persönlichen Lebensumstände und häufig auch ein Hineinwirken in ihr soziales und politisches Umfeld.
- In der regelmäßigen, oft wöchentlichen Gruppenarbeit betonen sie Authentizität, Gleichberechtigung, gemeinsames Gespräch und gegenseitige Hilfe. Die Gruppe ist dabei ein Mittel, die äußere (soziale, gesellschaftliche) und die innere (persönliche, seelische) Isolation aufzuheben.
- Die Ziele von Selbsthilfegruppen richten sich vor allem auf ihre Mitglieder und nicht auf Außenstehende; darin unterscheiden sie sich von anderen Formen des Bürgerengagements. Selbsthilfegruppen werden nicht von professionellen Helfern geleitet; manche ziehen jedoch gelegentlich Experten zu bestimmten Fragestellungen hinzu.
- Für die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe ist zumeist nur ein geringfügiger Unkosten- bzw. Mitgliedsbeitrag zu entrichten – in manchen Gruppen ist die Teilnahme sogar kostenlos. (www.nakos.de)
Selbsthilfeorganisation
- Von Selbsthilfeorganisationen spricht man zumeist dann, wenn sich mehrere Selbsthilfegruppen zu einem bestimmten Thema (= themenspezifisch) zu landes- oder bundesweiten Verbänden zusammenschließen, wie beispielsweise der Österreichische Herzverband.
- Selbsthilfeorganisationen sind zumeist als Vereine organisiert, bieten ihre Dienstleistungen auch Nicht-Mitgliedern an und wirken in ihrer Lobby-Funktion stark nach außen.
- Überregionale Aktivitäten machen diese Interessensvertreter/innen bei einer breiten Öffentlichkeit bekannt und sorgen für Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für die Anliegen und Themen der Organisation.
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